Donnerstag, 28. Mai 2020

eBooks, out of Controll

Da habe ich meinen Ersting fertig und habe mich mit großer Euphorie in die Buch- und Verlagswelten gestürtzt. Dort bin ich dann ganz ordentlich gegen Gummiwände gerannt. Einer aus einem Verlag meint dann, dass das alles gar nicht so schlimm sei. Man könne ja am Anfang ein eBook ins Netz stellen. Das sei ganz einfach und kostetet auch nix. Sogar einige Prontverlage bieten das schon an, weil sie diese Möglichkeit schätzen. Und dort kommen dann auch die renomierten Verlage vorbei und wenn das Buch als eBook erst mal erfolgreich ist, dann melden sich die Verlage ganz von alleine. Nur so geht das heute.

Also habe ich mal nachgesehen, ob das wirklich so einfach ist und dabei auch noch kostenlos. Das stimmt sogar. Aber einfach ist so etwas nicht. Bis du dein druckreifes Buch in ein eBook konvertiert hast, brauchst du schon eine Weile. Und kostenlos heißt dann auch, keine Unterstützung von den Anbietern. Da musst du dich dann schon ganz gut auskennen. Wenn du dich nicht ausreichend auskennst, gibt es immer Leute, die dich gegen Bezahlung unterstützen. Billig ist das oftmals nicht gerade. Trotzdem, irgendwann hast du dein Buch als eBook im Netz stehen.

Aver Vorsicht. Viele dieser Anbieter, oft die Print-Verlage, bieten nur die Möglichkeit, dein eBook ohne Kopierschutz einzustellen. So ein Kopierschutz bedeutet ein erheblicher technischer Aufwand. Den sparen sich diese Anbieter. Das rechtfertigen sie dann damit, dass man jeden Kopierschutz knacken kann. Und das so ein Kopierschutz mitunter erhebliche Einschränkungen für die Leser bedeuten würde.

Aber da sollte man nochmals genauer nachdenken. Das kennen wir ja zum Beispiel aus der Musikindustrie. Erst gab es Kassetten. Alle kopierten auf Teufel komm raus und so Mancher verdiente sich damit ein Zubrot. Das ging dann so weiter.  Jeder Hinz und Kunz verletzte die Urheberrechte der Musikautoren, weil das ja so einfach und verführerisch war.

Ich denke, bei den eBooks wird das genau so sein. Also auch auf den Kopierschutz. Es gibt einige Anbieter, die ihn anbieten. Auch kostenlos.

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Kommentare (1)

B
Vor 6 Monaten | Bernd Peter
eBooks out of Control

Wenn dein Haus ausgeraubt wurde und die Versicherung kann beweisen, dass die Haustür offen stand, bekommst du keinen Cent von der Versicherung. Sie meint dann, du hast den Einbrecher zum Einbruch verführt.
Genauso wird es mit den eBooks sein. Kein Kopierschutz heißt, du verführst die Leute zum kopieren. Das ist ja dann so leicht und kann deswegen ja nicht illegal sein.
Selbstverständlich kann nahezu jeder Kopierschutz geknackt werden, aber das ist dann so aufwendig für die Kopierer, dass es sich meist nicht lohnt.